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Grossbritannien Wetter & Klima: Klimatabelle, Temperaturen und beste Reisezeit

 

Klima in Großbritannien

Großbritannien liegt in der gemäßigten Klimazone mit maritimem Klima, das sich trotz der nördlichen Lage relativ mild zeigt. Dies ist auf den warmen Golfstrom zurückzuführen, der warme Luft vom Atlantik bringt und so für milde Temperaturen sorgt. Die Winter sind wärmer als auf dem europäischen Festland, die Sommer jedoch kühler.

Grossbritannien Karte

Das Wetter in Großbritannien ist ganzjährig durch viel Niederschlag gekennzeichnet. Allerdings fällt im Süden weniger Regen als im Westen oder Norden. So kommt London im Jahresdurchschnitt auf 9 bis 10 Regentage pro Monat, Cardiff in Wales sieht dagegen 12 bis 13 monatliche Regentage (im Winter sind es hier im Durchschnitt sogar 15 bis 16 Regentage pro Monat).

 

Die große Nord-Süd-Ausdehnung und der Einfluss vom Atlantik auf der einen und Nordsee auf der anderen Seite verursachen regionale Klimaunterschiede.

 

England

Cornwall im äußersten Südwesten wird am stärksten durch den Golfstrom beeinflusst. Hier ist es das ganze Jahr über besonders mild. Gleiches gilt für die Kanalinseln. Diese Gebiete haben milde, regenreiche Winter mit Tagestemperaturen um 8 °C. Auch nachts sinken die Werte selten unter den Gefrierpunkt. Die Sommer sind bei durchschnittlichen Höchsttemperaturen um 20 °C warm und wechselhaft.

Im Osten Englands steigen die Temperaturen im Sommer um zwei bis drei Grad höher als im Südwesten, während es im Winter ein bis zwei Grad kühler ist. In höheren Lagen kann es im Winter schneien.

Die Durchschnittstemperaturen sinken von Süden nach Norden, wobei es in den bis knapp 900 Meter hohen Pennines am kältesten ist. Der Süden und Südosten Englands verzeichnet jährlich 1.500 bis mehr als 1.600 Sonnenstunden, während es in Teilen von North Yorkshire nur etwa 1.200 Stunden sind.

Der meiste Regen in England fällt im Lake District an der Westküste, während es im Osten und Süden, in Essex und Kent, deutlich trockener ist. Auch sind hier die Temperaturunterschiede zwischen Winter und Sommer größer.

 

Schottland

Auch das schottische Klima ist vom Golfstrom geprägt: Die Winter sind mild, die Sommer warm. Der Westen Schottlands ist deutlich feuchter ist als der Osten.

Im Frühling, von März bis Mai, steigen die Tageshöchsttemperaturen von etwa 8 auf 14 °C. Die Niederschlagsmengen sind relativ gering, besonders in den östlichen und südlichen Teilen. Die Sonnenscheindauer nimmt von etwa 3 Stunden pro Tag im März auf 6 Stunden im Mai zu, wobei der Mai oft der sonnigste Monat des Jahres ist.

Der Sommer bringt durchschnittliche Höchsttemperaturen zwischen 17 und 19 °C. In den nördlichen und westlichen Regionen kann es kühler sein. Die Niederschlagsmengen im Sommer sind vergleichbar mit dem Frühling, jedoch können gelegentlich heftige Regenfälle auftreten. Die Sonnenscheindauer liegt zwischen 4 und 5 Stunden pro Tag.

Im Herbst, von September bis November, sinken die Tagestemperaturen auf 8 bis 15 °C. Der Niederschlag nimmt im Verlauf des Herbstes stetig zu. Die Sonnenscheindauer reduziert sich von 3,5 Stunden im September auf 1 bis 2 Stunden im November.

Der Winter, von Dezember bis Februar, ist mit durchschnittlichen Höchsttemperaturen zwischen 5 und 7 °C die kälteste Jahreszeit. In den Highlands gibt es häufig Schnee, in tieferen Lagen seltener. Dezember und Januar sind die feuchtesten Monate. 

Die Wassertemperaturen bleiben ganzjährig niedrig, sie bewegen sich zwischen 6 und 7 °C im Winter und 13 bis 14 °C im Hochsommer.

 

Wales

Neben dem Golfstrom spielt die Topografie eine entscheidende Rolle für das Klima in Wales. Das Land ist ziemlich gebirgig, besonders im Norden, wo Höhenlagen von über 1.000 Metern erreicht werden.  Mit zunehmender Höhe sinken die Temperaturen, sodass es in den tiefer gelegenen Küstenregionen deutlich milder ist als in den höheren Gebirgen und auch östlich davon.

Die Küste ist die wärmste Region. Dort liegen die Tagestemperaturen im Winter bei etwa 5 °C und fallen selten unter den Gefrierpunkt. Im Sommer steigen die Temperaturen tagsüber auf etwa 20 °C und sinken nachts auf etwa 15 °C.

Im Winter liegen die Nachttemperaturen in den walisischen Hügeln und Bergen oft um den Gefrierpunkt.

Insgesamt ist das Klima in Wales recht feucht. Der meiste Niederschlag in Wales fällt im zentralen Hochland, wo feuchte Atlantikluft aufsteigt und sich abregnet. Im Norden des Landes werden etwa 3.000 mm Niederschlag jährlich gemessen, während es an der Küste oder in der Nähe der englischen Grenze im Durchschnitt nur etwa 1.000 mm sind.

Am feuchtesten ist es zwischen Oktober und Januar, wenn zahlreiche nordatlantische Tiefdruckgebiete über Wales ziehen. In den nördlichen und bergigen Regionen fällt der winterliche Niederschlag häufig als Schnee, während es an den Küsten eher selten schneit.

 

Nordirland

Auch in Nordirland ist das Klima gemäßigt maritim, mit warmen Sommern und milden Wintern.

Niederschläge gibt es in Nordirland ganzjährig, besonders häufig jedoch im Herbst und Winter. In höher gelegenen Gebieten fallen jährlich etwa 1.600 mm Regen, wobei die Region um Londonderry im Nordwesten mit nahezu 2.000 mm besonders regenreich ist. Im Gegensatz dazu sind die Küstenregionen im Süden und Osten rund um Lough Neagh mit etwa 800 mm Regen pro Jahr deutlich trockener. In den nordirischen Hügeln kann der Niederschlag im Winter auch als Schnee fallen.

Die wärmsten Monate sind Juni, Juli und August, wenn die durchschnittliche Tageshöchsttemperatur etwa 18 °C erreicht. Nachts sinken die Temperaturen jedoch auch im Hochsommer auf etwa 10 °C. Im Winter von Dezember bis Februar liegt die durchschnittliche Tageshöchsttemperatur bei rund 7 °C, während die Nachttemperaturen meist auf etwa 2 °C fallen. In höheren Lagen sind die Temperaturen niedriger als in den Küstenregionen, sodass hier im Winter auch Frost auftreten kann.

 

Großbritannien Wetter

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Beste Reisezeit für Großbritannien

Für Reisen nach England ist die beste Zeit zwischen Ende Mai und September. Der Mai ist mit 6 bis 7 Sonnenstunden täglich der sonnigste Monat, kann jedoch noch kühl sein. Von Juni bis Anfang September ist das Wetter warm, es gibt durchschnittlich "nur" 10 bis 11 Regentage pro Monat. Diese Zeit ist am besten für Outdoor-Aktivitäten geeignet, jedoch auch recht touristisch.

In Schottland sind die Sommermonate von Juni bis August am besten für Besuche geeignet, die Höchsttemperaturen erreichen 20 °C und die Tage sind lang. Diese Zeit ist ideal für Outdoor-Aktivitäten und Festivalbesuchen. Wer Menschenmassen meiden möchte, kann den späten Frühling oder frühen Herbst in Betracht ziehen, wenn das Wetter mild ist und die Landschaften besonders schön sind. Im Winter sind die Tage kurz und das Wetter oft ungemütlich.

Wales bietet von Mai bis September das beste Wetter, ideal für Wanderungen und Besichtigungen. In diesen Monaten gibt es die meisten Sonnenstunden. Der Spätherbst und Winter bringen häufige Regenfälle sowie Schnee in Nordwales und den Uplands.

Auch für Nordirland sind die Monate von Mai bis September am besten geeignet. Das Wetter ist angenehm warm/mild und sonnig - perfekt für Besichtigungen und Wanderungen. Der Mai bietet die meisten Sonnenstunden und wenig Regen, während November und Dezember besonders kurz, regnerisch und windig sind.

 

Mit Regen sollten Sie in ganz Großbritannien jedoch grundsätzlich immer rechnen.

 

Hier finden Sie detaillierte Informationen zum Klima und der besten Reisezeit in England (mit dem London Klima), Schottland (mit dem Klima und Wetter in Edinburgh), Wales und Nordirland sowie zur Nordsee. Außerdem: eine weitere ausführliche Darstellung der klimatischen Verhältnisse in Großbritannien.

 

Klimatabelle Großbritannien

Grossbritannien Klima London

Klima Großbritannien: England, London

Grossbritannien Klima Liverpool

Klima in Großbritannien: England, Liverpool

Grossbritannien Klima Glasgow

Großbritannien Klima: Schottland, Glasgow

Klimadaten für Großbritannien für 1991 - 2020, Quelle: MET Office, UK

 

Klima in Großbritannien

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Verfasst von Diplom-Geograph Remo Nemitz